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Corona-Tracing für Pflegeheime mit RFID anstatt App

Race Result entwickelt Lösung, um Covid-19-Kontaktpersonen per UHF-RFID anonym zu erfassen und zu schützen!

Die Corona-Pandemie stellt die Altenpflege vor große Herausforderungen. Die bisherige Erfahrung mit Covid-19 zeigt: In Pflegeheimen verbreitet sich das Virus besonders schnell und mit besonders schwerwiegenden Folgen. Fast alle Bewohner zählen zur Risikogruppe.

RFID im Blick hat nachgefragt bei Nikias Klohr, Geschäftsführer von Race Result.

In der Wissenschaft und der Politik werden momentan Tracing-Apps heiß diskutiert. Die Funktion: Eine App nutzt die Bluetooth-Schnittstelle eines Smartphones, um zu erkennen, welche anderen App-Nutzer sich wie lange in geringem Abstand befinden. Ist ein Nutzer nachweislich infiziert, kann er so Kontaktpersonen anonym warnen. Die App erweist sich bei genauerer Betrachtung für Pflegeheime als wenig praktikabel. Für den Betreiber einer Einrichtung sind die App-Daten im Infektionsfall nicht einseh- und auswertbar. Es liegt in der Verantwortung des App-Nutzers, mit einer Warnmeldung korrekt umzugehen. Auch eine Funktionsüberprüfung der App ist nicht möglich.

Grundvoraussetzung für zuverlässige Daten ist, dass alle relevanten Kontakte aufgezeichnet wurden. Dazu müssen Bewohner und Mitarbeiter ein Tracing-System ohne technischen Aufwand und ohne „Fehlbedienung“ nutzen können.

Kontaktdauer mit UHF-RFID sicher und anonym erfassen

Genau hier setzt die von Race Result entwickelte Lösung „TAVI – Transponder Against Virus Infection“ an. Das System erfasst und archiviert automatisch Kontakte in neuralgischen Bereichen. Einrichtungsbetreiber können so rekonstruieren, wer zu welchem Zeitpunkt mit wem im selben Raum war. TAVI nutzt dazu UHF-Transpondertechnologie. Im Vergleich zu Bluetooth-basierten Apps hat die passive Technologie den Vorteil, dass sie ohne aktives Zutun der Nutzer arbeitet.

Einfache Installation und Inbetriebnahme

Die Lösung besteht aus Track Boxen, in denen UHF-RFID-Erfassungshardware integriert ist, sowie UHF-Transponder für Mitarbeiter und Bewohner.

Die Boxen werden an neuralgischen Punkten in der Einrichtung installiert – ein Haken und ein Stromanschluss sind dafür die einzigen Voraussetzungen. Die Box registriert, welcher Transponder sich wann und in welcher Reichweite befindet. Die Daten werden per Mobilfunknetz an einen sicheren Server gesendet.

Dort wo mehrere Menschen längere Zeit beisammen sind, ist die Gefahr einer Virusübertragung besonders hoch. Das sind beispielsweise Aufenthaltsräume für Mitarbeiter und Veranstaltungsräume für Bewohner. Hier ist die Installation je einer Track Box sinnvoll. Auch die Positionierung an anderen neuralgischen Stellen kann sinnvoll sein, beispielsweise an den Ein- und Ausgängen einzelner Stationen oder Stockwerke. Der Transponder wird im Vorbeigehen erfasst.

Die UHF-Transponder werden an alle Personen in der Einrichtung verteilt. Sie können als Aufkleber oder Lanyard getragen werden. Per Funktechnik senden sie einen anonymen Code, der von der Track Box empfangen wird. Die Kosten liegen bei unter einem Euro pro Transponder. Die Transponder kommen als Massenware auf Rollen und sind 1,5 Millimeter dicke Aufkleber mit besonders starker Haftkraft. Entwickelt wurden sie für den Einsatz bei Sportveranstaltungen. Deshalb sind sie besonders robust. Die Transponder werden bei direkter Sichtlinie in bis zu zehn Metern Entfernung automatisch erfasst.

Der Server speichert alle gesammelten Daten der Track Boxen mit Datum und Uhrzeit. Auf Abruf wird errechnet, welche Transponder sich in einem bestimmten Zeitraum in der Nähe der Track Box „getroffen“ haben.

Die Benefits der TAVI-Lösung auf einen Blick

Für den Betreiber

  • Das System ist schnell einsetzbar. Innerhalb weniger Tage nach Bestellung erhalten Nutzer die gewünschte Hardware
  • Die Installation der Track Boxen erfolgt in Eigenregie. Kein externer Techniker muss die Einrichtung betreten
  • Keine Einarbeitung in Software notwendig
  • Online-Support zu Hard- und Software inklusive
  • Transponder-Ausgabe an Mitarbeiter, Bewohner und Besucher und kann über eine einfache Liste erfolgen, auch auf Papier.
  • Keine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte. Listen mit der Zuordnung der anonymen Transponder-ID zur Person bleiben in der Einrichtung

Für Mitarbeiter, Bewohner und Besucher

  • Die einzige Anforderung besteht im Tragen des Transponders
  • Die eingesetzte UHF-Technologie funktioniert kontaktlos. Mitarbeiter müssen keine Chipkarte scannen oder Listen führen
  • Hygienisch unbedenklich
  • Transponder funktionieren auch unter Schutzausrüstung
  • Unabhängigkeit von Smartphones, Apps, GPS-Empfang und Akkulaufzeiten
Niklas Van Bocxlaer
Niklas Van Bocxlaer
Exhibition Manager
Lüneburg bei Hamburg, Deutschland
Anja Van Bocxlaer
Anja Van Bocxlaer
Chefredakteurin und Konferenzmanagerin
Lüneburg, Deutschland
Jan Phillip Denkers
Jan Phillip Denkers
Stellvertretender Chefredakteur
Lüneburg, Deutschland
Vanessa Tan
Vanessa Tan
Redakteurin
Lüneburg, Deutschland
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