Dietmar, Margrit und Philip Harting (rechts) freuten sich mit Ursula Parriche (Zweite von rechts) über die gute Entwicklung von HARTING Frankreich. Der Ehemann von Frau Parriche, Jean-Pierre Parriche, war damals der erste Geschäftsführer von HARTING Frankreich und baute von dort aus auch das HARTING Geschäft in der Schweiz auf. (Bild: Harting)

Harting startete Internationalisierung in Paris

Mit dem Vertriebsbüro in Paris begann die Internationalisierung

Vor 40 Jahren eröffnete HARTING seine erste ausländische Tochtergesellschaft / Bahnmarkt im Fokus

Espelkamp / Paris --- Mehr als drei Jahrzehnte lang galt HARTING als ein rein deutsches Unternehmen. Das änderte sich ab 1979. Denn mit der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Paris wagte die Technologiegruppe vor nunmehr 40 Jahren den Schritt zur Internationalisierung. Jetzt wurde das Jubiläum in der französischen Hauptstadt gefeiert.

Olaf Wilmsmeier
Olaf Wilmsmeier
Business Development Manager RFID
Espelkamp, Germany

„Er habe damals Zweifel gehabt, räumte Dietmar Harting in seiner Festrede ein. Doch schnell hatte sich die strategische Entscheidung als richtig und notwendig erwiesen. HARTING France wurde zur „Mutter aller Tochtergesellschaften“, so Harting.

Denn nach den positiven Erfahrungen in Frankreich zog es HARTING bereits ein Jahr später nach Großbritannien und bis Ende des folgenden Jahrzehnts folgten fast ein Dutzend Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien. 1981 erzielte das Familienunternehmen knapp 30 Prozent seines Umsatzes auf ausländischen Märkten. Mittlerweile ist der Anteil auf fast 70 Prozent gestiegen.

Ein ehemaliger Handelsvertreter, der auch HARTING Produkte verkaufte, hatte Marie Harting und ihrem Sohn Dietmar seinerzeit dringend zur Gründung eigener Niederlassungen geraten und vom Nutzen ausländischer Repräsentanzen überzeugt.

„Unsere Kunden wollten HARTING Produkte haben und direkten Kontakt zu uns“, erinnerte sich Dietmar Harting in Paris. Allein von Espelkamp aus und mit Handelsvertretern, die auch Produkte anderer Firmen anboten, sei HARTING auf Dauer nicht wettbewerbsfähig.

Im September 1979 wurde in Fontenay-sous-Bois die Tochtergesellschaft eröffnet. Zehn Jahre später zog das HARTING Team in das Industrieviertel nach Roissy um. Anfang der 1980-er Jahre übernahm Jean-Pierre Parriche die Leitung und war ab 1984 zugleich verantwortlich für den Aufbau der Fertigungsstätte im schweizerischen Biel.

Vor allem die DIN-Steckverbinder und das Han® Portfolio überzeugten die französischen Kunden. Heute sind der Han 1A, der ix Industrial® und der M12 PushPull stark gefragt. HARTING Frankreich fokussierte sich zunächst auf den Telekommarkt, später dann auf den Bahnmarkt. Der Railwaysektor erwirtschaftet heute den größten Umsatzanteil.

Der französische Markt zählt viele klein- und mittelständige Unternehmen, die Spezialmaschinen oder Verpackungsmaschinen fertigen und dadurch diverse Anforderungen haben. Viele von ihnen setzten auf die bewährte HARTING Qualität. Weiterhin ist die lokale Produktion mit fünf Mitarbeitenden eine der Stärke von HARTING Frankreich.

„Kleinserien und Prototypen von maßgeschneiderten Kabelsätzen mit HARTING Steckverbindern können so schnell auf Kundenwunsch gefertigt werden“, erklärt Nicolas Dusch, Geschäftsführer von HARTING Frankreich. HARTING Frankreich beschäftigt derzeit 34 Mitarbeitende.


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