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RFID im Blick, Ausgabe 03/2022 - Erscheinungstermin: 14. September 2022
Omnichannel-Innovation mit RFID und QR-Code im Modehandel
Omnichannel

Omnichannel-Innovation mit RFID und QR-Code im Modehandel

Die Etam Group ist ein familiengeführter französischer Bekleidungshersteller mit über 4.000 stationären Verkaufsräumen weltweit. Zu den Produkten zählen Bademoden, Sportbekleidung und Nacht- sowie Unterwäsche der Marken Etam, Maison Cent Vingt-Trois, Undiz, Livy und Yse. Jährlich erscheinen 1.200 neue Artikel.

Das Unternehmen benötigte eine Lösung, um die gesamte Wertschöpfungskette transparent abzubilden. Die Steuerung der Supply Chain musste optimiert werden, um die Omnichannel-Strategie anzupassen. Zur Supply Chain gehören die Auslieferung der Produkte, die Bestandserfassung im Geschäft, Self Check-Outs, die Rückgabe und Rücknahmelogistik, E-Commerce sowie die try@home-Initiative. Sowohl die Bestandsgenauigkeit im Shop als auch das Kundenerlebnis beim Einkauf  sollten mit einer Omnichannel-Lösung optimiert werden.

Prozessanforderungen

Die digitale Bestandsgenauigkeit des weltweiten Warenbestands musste optimiert werden, um die Artikel leistungsfähig anbieten und schnell an Kunden ausliefern zu können. Die Lieferzeiten sollten verkürzt und die Lagerverwaltung verschlankt werden, um den durch die Gesundheitskrise auferlegten neuen Kundenerwartungen gerecht zu werden. Kunden beurteilen Modemarken zunehmend aber nicht mehr nur nach der Verfügbarkeit der Artikel, sondern immer mehr auch nach deren nachhaltiger Herstellung. Daher ist die transparente Information der Kunden über das jeweilige Produkt ein Mittel der Kundenbindung.

Zielsetzung der Etam Group

  • Einführung der Omnichannel-Strategie
  • Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette
  • Inventur in Echtzeit
  • Transparente Produktinformationen
  • Einkaufserlebnis und Kundenbindung steigern

Die Lösung der Etam Group

Die Etam Group nutzt RFID- und QR-Code-Hangtags zur Identifikation aller Modeartikel. Beide Technologien befinden sind auf einem Hangtag, sodass das Anbringen mehrerer Tags entfällt. Das Tagging findet direkt nach der Produktion statt. In der Lieferkette und in den Geschäften werden die Modeartikel via RFID erfasst und die exakte Bestandsübersicht erzielt. Käufe und Retouren können eindeutig nachverfolgt werden. Die gesamte Wertschöpfungskette von der Herstellung bis zum Verkauf wird digitalisiert.

Die RFID-getaggten Artikel sind die Basis für das Order Management System, in dem alle Bestellungen verfolgt, orchestriert und ausgeführt werden. Die Lead Time bei der Auftragsvorbereitung einer Bestellung ist im Durchschnitt um das Fünffache reduziert. Diese Strategie ermöglicht es der Etam Group, das Angebot um 8 bis 20 Prozent zu erhöhen.

Der aktuelle Warenbestand - durch die RFID-Technologie möglich - ist ebenfalls die Basis für die Kundenserviceplattform „try@home“, mit der sich die Etam Group an das veränderte Einkaufsverhalten angepassen will. Bis zu fünf Artikel werden für eine Testdauer von zwölf Tagen an den Kunden ausgeliefert. In diesem Zeitraum werden die Produkte entweder im stationären Handel zurückgegeben, oder die Rechnungssumme nach Ablauf der Frist vom Kundenkonto abgebucht. Rückgaben werden ebenfalls kontaktlos über RFID-Hangtags erfasst.

Hardware & Software

  • Avery Dennison Smartrac – UHF-RFID-Inlays
  • Retail Reload – Retail Reload Software

Vorteile

  • Höhere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
  • Verbesserte Omnichannel-Dienste
  • Erhöhte Produkttransparenz
  • Verbessertes Kundenerlebnis
  • Echtzeit-Inventarisierung aller Gegenstände

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