Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
  • Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
  • Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
  • Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
  • Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
  • Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander
Waste Disposal

Sensoren steuern Smart-City-Anwendungen in Santander

Santander setzt sensor-basierte Lösungen im gesamten Stadtgebiet ein. Alle erfassten Daten werden über eine zentrale Plattform verwaltet und zahlreichen Applikationen und Stakeholdern bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt.

Mehr als 2.000 mobile und stationäre Sensoren zur Erfassung unterschiedlicher Parameter wie Lärm, Licht, Umweltbelastung oder Verkehrsaufkommen sind die Basis für die kontinuierliche Digitalisierung von Prozessen und Services in der Stadt.

Die an der nordspanischen Atlantikküste gelegene Stadt Santander zählt rund 175.000 Einwohner. Mit einem EU-geförderten Projekt von 2011 bis 2013 startete die Transformation zur Smart City und Santander wurde zu einem weltweiten Referenzort für smarte Stadtentwicklung.

Artikel aus der Serie Expertenwissen zum herunterladen

Vor dem Download...

Weiter... ×

Prozessanforderungen

Steigende Service-Anforderungen der Bewohner, Unübersichtlichkeit im Nahverkehr, überfüllte Straßen, Autofahrer, die nach Parkplätzen suchen, Einrichtungen die ungenutzt zu viel Energie verbrauchen sowie häufig unzureichende wirtschaftliche Ressourcen stellen Städte vor große Herausforderungen. Diese Herausforderungen stellt sich die Stadt Santander ab 2011 im Rahmen eines ersten, EU-geförderten Projekts.

Zielsetzungen

  • Wirtschaftliche und nachhaltige Technologielösungen implementieren
  • Energieeffiziente Anwendungen realisieren
  • Partizipative Kultur der Bürger fördern
  • Öffentliche Verwaltungen, private Unternehmen, Forschungsinstitute und Bürger miteinander vernetzen und die Stadtentwicklung gemeinsam vorantreiben

Lösung

Die Entwicklung der Stadt zur Smart City vollzieht sich kontinuierlich und in Phasen. In der ersten dieser Phasen wurden in einem EU-geförderten Projekt von 2011 bis 2013 über 3.000 Sensoren in der Stadt integriert. Damit wurde die technologische Grundlage für zahlreiche Smart-City-Anwendungen gelegt.

Abfallmanagement: 2.500 Sensor-Tags und RFID-Tags sind an Entsorgungsfahrzeugen und Müllcontainern installiert. Wenn ein Behälter voll ist und entleert werden muss, sendet der Sensor ein Signal an ein zentrales Kontrollzentrum. Die gesammelten Daten werden ausgewertet, sodass Müllabfuhrrouten wirtschaftlich geplant werden können. Nur volle Container werden angefahren, Ressourcen eingespart und CO2- Emissionen reduziert.

ÖPNV: Eine mobile Applikation für Busse gibt die ungefähre Ankunftszeit auf Basis von Sensordaten an. Wenn es beispielsweise regnet, kann der Bürger zu Hause warten und den Bus immer noch rechtzeitig erreichen, weil die App ihm mitteilt, wann der Bus eintreffen wird. Um die Mobilität in der Stadt zu erhöhen, werten an Bussen und Taxis befestigte Sensoren Verkehrsbewegungen aus und erlauben die Kontrolle des Verkehrsflusses.

Navigation und Parken: In der Innenstadt sind über 400 Sensoren in den Asphalt eingebettet, um freie Parkflächen zu registrieren. Autofahrer werden über Routenempfehlungen, basierend auf GPS und LED-Tafeln, auf den nächstgelegenen Parkplatz geleitet. Sensoren auf dem Parkplatz erkennen, ob ein Fahrzeug den Platz belegt. Alle Parkdaten werden an ein zentrales Daten-Repository weitergeleitet. Auf einer digitalen Stadtkarte – aufrufbar per App – ist der Belegungsstatus einsehbar. Nutzer können ihr Parkticket über die App bezahlen und von unterwegs die Parkzeit verlängern.

App „Puls der Zeit": Über die App werden alle Bürger im übertragenen Sinn zu „Sensoren“. Die App wird genutzt, um der Verwaltung Ereignisse oder Vorfälle zu melden. Schlaglöcher oder ein umgefallener Baum können per Foto dokumentiert gesendet werden. Benutzer können auch Anfragen und die GPS-Position des Vorfalls hinzufügen. Die App informiert über den Fortschritt der Problemlösung und ermöglicht eine transparente Verwaltung. Bürger können auch eigene Ideen zur Stadtentwicklung über die ‚Santander City Brain‘-Plattform einreichen.

Wasserversorgung: Die Infrastruktur der Wasserversorgung ist mit Sensorik ausgestattet, um Echtzeitverbrauchsdaten im 1-Stunden-Rhythmus zu übermitteln. Stand Mai 2020 können in einem Stadtteil rund 800 Kunden ihren aktuellen Verbrauch jederzeit online einsehen und mit anonymisierten Daten der Nachbarschaft vergleichen. Über die Online-Plattform können Leitungsbrüche und Wasseraustritte gemeldet werden.

Straßenbeleuchtung: Das komplette Beleuchtungsnetz im Stadtgebiet ist integraler Bestandteil der Smart-City-Architektur. In jede Lampe und in jeden Anschlusskasten sind Sensoren, Kameras und andere Messsysteme integriert. Die verbauten Technologien erfassen Parameter wie die Anwesenheit von Passanten in unmittelbarer Nähe zur Lampensteuerung, aber auch Geräuschmessungen als Teil der Verkehrsanalyse.

SmartCitizen: Das Projekt konzentriert auf direkte Verbindungen zwischen Stadt und Einwohnern. Es besteht aus mehreren Komponenten, darunter eine City App, Bürger-Smart-Card, City Wallet, unterschiedliche Beacon-Systeme in der ganzen Stadt für Multichannel-Services. SmartCitizen fokussiert auf die Bereitstellung individueller Dienstleistungen je Bürger.

Smart-City-Plattform: Die Plattform ist das zentrale Element der Smart City. Alle erfassten Daten werden gesammelt und gespeichert. Je nach Geschäftsmodell können Daten unterschiedlich verarbeitet und Entscheidungsträgern in zusammengefasster Form zur Verfügung gestellt werden. Die Plattform wird zusammen mit Dienstleistern und Telekommunikationsanbietern kontinuierlich weiterentwickelt, um die Erfassung, Strukturierung und Automatisierung der Erfassung der täglichen Informationen einen Wert verleihen und Entscheidungsträgern wie Mitarbeitern der Stadtverwaltung, verantwortliche Dienststellen sowohl in der Stadtverwaltung als auch externe Dienstleister und Politikern werden Berichte und Dashboards zur Verfügung gestellt.

Vorteile

  • Optimierter Bürgerservice und -beteiligung
  • Digitale Parkplatzverwaltung und Verkehrsoptimierung
  • Ressourcen werden geschont
  • Verringerung von CO2-Emissionen
  • Verschlankung von Verwaltungsaufgaben
  • Transparente Stadtverwaltung
  • Unterstützung von Entscheidungsträgern

Ausblick

  • Das Smart-City-Konzept der Stadt basiert auf kontinuierlicher Innovation und ist damit ein andauernder, unvollendeter Prozess.
  • Die Stadt verfolgt die Zielsetzung, veraltete Technologien permanent und schrittweise durch State-of-the-Art-Hardware zu ersetzten, um ständig umfassendere und feingranularere Informationen zu erhalten.

Mehr erfahren

Artikel aus der Serie Expertenwissen zum herunterladen

Vor dem Download...

Weiter... ×

Fragen? Nehmen Sie Kontakt auf mit der Fachredaktion!

E-Government
Waste Disposal
Admission Control

Technologies

Application Fields

Cookies are necessary to provide you with our services. By continuing your visit on the website, you consent to the use of cookies.
More information Ok