Millimetergenaue Lokalisierung von Brustläsionen mit LF-RFID
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Millimetergenaue Lokalisierung von Brustläsionen mit LF-RFID

Am Harbor-UCLA Medical Center in Los Angeles (USA) kommt eine RFID-basierte Markierungslösung im Vorfeld von Brustkrebsoperationen zum Einsatz.

Die auf LF-RFID-Technologie basierende Methode bietet für Patientinnen und Chirurgen im Vergleich zur etablierten Drahtmarkierung Vorteile für Operationen.

Das Harbor-UCLA Medical Center ist eines von fünf Level-One-Traumazentren im Bezirk Los Angeles. Das Krankenhaus ist Teil der Gesundheitsversorgung für mehr als 700.000 Einwohner im Großraum South Bay.

Prozessanforderung

Aktuell genutzte Screening- und Diagnosemethoden ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs und anderen Läsionen, die eine Exzisionsbiopsie erfordern.

Zur Entfernung kleiner Brustläsionen ist eine auf Millimeter präzise Lokalisierung notwendig, um den Erfolg der Operation sicherzustellen. Die herkömmliche Lokalisierungsmethode war bisher die präoperative Drahtmarkierung.

Drahtmarkierung weisen Nachteile sowohl für die Patientin als auch für das Klinik-Team auf. Zwischen dem Einsetzen des Drahts und der Exzisionsbiopsie dürfen maximal 24 Stunden vergehen. Die Folge für die Patientinnen: Zwei invasive Eingriffe an einem Tag.

Die verwendeten Drähte sind flexibel. Die exakte, millimetergenaue Ortung markierter Läsionen für den Chirurgen erschwert.

Zielsetzungen

  • Minimierung schmerzhafter Eingriffe
  • Nutzung einer Methode ohne biochemische Nebenwirkungen
  • Zeitliche Optimierung der OP-Vorbereitung und -Planung
  • Präzise Lokalisierung von Läsionen während des Eingriffs
  • Minimaler Technologieeinsatz und Aufwand während der OP

Lösung

Ein oder mehrere LF-RFID-Transponder werden von Radiologen eingesetzt, um eine Läsion zu markieren. Jeder Tag hat eine einzigartige Identifikationsnummer. Ein Chirurg kann exakt zwischen mehreren Tags unterscheiden. Das Eingrenzen eines größeren Bereiches wird möglich, ebenso die operative Entfernung multipler Läsionen nah beieinander.

Der Lokalisierungs-Tag kann bereits Tage oder Wochen vor der OP eingesetzt werden. Die Möglichkeit zur exakten Lokalisierung bleibt über bis zu 30 Tage konstant.

Das akustische Signal eines Handheld unterstützt die Lokalisierung während der OP. Die Distanz zum RFID-Tag wird in Millimetern angeben.

Um das Migrieren der Transponder oder Teile davon in umliegendes Gewebe zu umgehen, ist der Transponder aus biokompatiblem Glas mit einer Polypropylen-Schicht gefertigt.

Vorteile

  • Läsionen können einfacher und verlässlicher geortet werden
  • Reduzierte Wartezeiten für Patientinnen
  • Keine Notwendigkeit von zwei invasiven Eingriffen an einem Tag

Vorteil gegenüber alternativen Methoden ohne Draht

  • Radioaktive Seeds müssen mit kostspieligen Verfahren kontrolliert werden. Handling, Platzierung, Prozessieren und Entsorgung sind komplex.
  • Für die Lokalisierung von Hydrogel-Markierungen wird ein Ultraschallgerät benötigt. Hydrogele stehen im Verdacht, in umgebendes Gewebe zu migrieren.

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