Die technologische Revolution ist zum Greifen nah

01/2019

Use Cases und Technologiebeiträge von und über New Retail, Mammut Sports, Ocado, Merck, Universitätsklinikum Leipzig, Al-Ahli Hospital, Greencycle, Printronix Auto ID, Checkpoint Systems und Zebra Technologies.

Coverstory: Feig Electronic bringt ein Wearable auf dem Markt, das in Produktion und Logistik Zeitverluste minimiert, die Produktivität steigert und eine durchgängige Transparenz schafft.

In dieser Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

eine beliebte Tradition zum Jahreswechsel war das Bleigießen – inzwischen verboten aufgrund des hohen Bleigehaltes und der Schadstoffbelastung beim Abbrennen – und das weiterhin aktuelle Feuerwerk. Aber auch gute Vorsätze für das neue Jahr gehörten und gehören dazu. Das Umgehen mit guten Vorsätzen ist ambivalent.

Zu häufig sind diese Vorsätze aus einer Feierlaune heraus geboren, oder dem emotionalen Blick auf das neue Jahr geschuldet, um dann allzu oft bereits am 10. Januar über Bord geworfen zu sein. Häufig waren die guten Vorsätze bereits im Ansatz unrealistisch, sollten etwas verbessern was schon seit Jahren im Argen lag oder hätten einen langjährigen Wunsch an sich selbst in die Tat umsetzen sollen. So als hätte der Jahreswechsel eine permanent innewohnende Kraft, die man nur anzapfen muss und schon geht der Wunsch in Erfüllung.

Wir alle wissen: So läuft das nicht. Trotzdem konnte ich mich der Magie des guten Vorsatzes nicht ganz entziehen – aber nicht auf der Ebene ‚Wunsch‘, nach dem Motto „Was ich schon lange umsetzen wollte“, sondern auf der Ebene ‚Aufgabe‘.

Ich habe mich gefragt, wie die Technologiesierung unseres Alltags – angefangen von Bestellbuttons, bis zu autonomen Fahrzeugen hin zu Lufttaxis, selbstregulierenden Klimaanlagen, unbemannten Einkaufsboxen und Drohnen – das Leben beeinflusst, anders ausrichtet, mit einer veränderten Wahrnehmung für Unmittelbarkeit, Distanz, Korrektheit, Verbindlichkeit und Zuständigkeit. Der Mensch, zunehmend von Technologie bestimmt, zunehmend über Technologie identifiziert, zunehmend von Technologie abhängig.

Weit gefehlt, ich plane an dieser Stelle nicht das Hohelied auf die gute alte Zeit am heimischen Kaminfeuer mit Märchenstunde und Bratapfel. Mein Impuls geht eher in die Richtung des Bewusstseins für das Vermögen der menschlichen Beurteilungskraft. Technologie verstehen, Technologie klug einsetzen und Technologie zum Vorteil Vieler oder besser Aller nutzen. Das erfordert das genaue Hinsehen.

Und darin begründet sich mein guter Vorsatz: Es lebe die Sesamstraße: „Wer, wie, was? Wieso weshalb warum? Wer nicht fragt bleibt dumm.“

Nicht nur rezipieren und zuhören, sondern aktiv nachfragen. Die Sachlage genau hinterfragen, Antworten überprüfen, Systeme mitgestalten, Konzepte entwerfen, Pläne erdenken. Ich wünsche uns allen einen neugierigen und aufgeschlossenen Blick auf die kleine und große sich verändernde Welt und ein Bewusstsein dafür, dass es auf uns und unsere Fragen ankommt.

Immanuel Kant ist hinsichtlich seines Frauenbildes und seiner Meinung zur Religionsfreiheit ein Gestriger aber der Lehrsatz: „Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ ist heute noch genauso aktuell wie vor 250 Jahren.

Ihre Anja Van Bocxlaer
Chefredaktion RFID im Blick

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