Decathlon-Schnorchelmasken werden mit Add-on zur Verbindung zwischen Maske und Beatmungsgerät für Covid-19-Patienten modifiziert! (Bild: Weerg/Isinnova)

Ventile für Notfall-Atemschutzmasken aus dem 3D-Drucker

Decathlon-Schnorchelmasken werden für Covid-19-Patienten modifiziert!

Die Idee zu den Notfallmasken stammt von Dr. Renato Favero, dem ehemaligen Leiter des Krankenhauses von Brescia in Gardone Valtrompia, der darauf kam, ein bereits auf dem Markt befindliches Modell neu zu adaptieren.

Der Arzt wandte sich an Isinnova, eine Beratungsfirma im Bereich des industriellen Maschinenbaus, die wiederum Decathlon, Hersteller der Schnorchelmasken Easybreath, kontaktierten, welche kurzfristig die CAD-Zeichnung der Maske zur Verfügung stellte.

Nach Evaluierung der notwendigen Modifikationen wurde das Add-on zur Verbindung zwischen Maske und Beatmungsgerät entworfen. 

Erste Tests erfolgreich

Das von Isinnova „Charlotte“ getaufte Ventil wurde bereits zur freien Verwendung patentiert, so dass es von allen Krankenhäusern verwendet werden kann. Mithilfe von 3D-Druckern wurden in Rekordzeit die ersten Prototypen hergestellt und sofort in die von der Krise besonders betroffenen Krankenhäuser der Provinz Brescia gebracht, wo Tests an Patienten durchgeführt wurden, die sich in einem sehr kritischen Zustand befanden.

„Es handelt sich um Notfallmasken, die nicht zertifiziert sind, um in Gesundheitseinrichtungen genutzt zu werden; aber in Notsituationen wie hier, in denen es nicht möglich ist offizielle Hilfsgüter, wie C-PAP-Masken, die in der subintensiven Pflege verwendet werden, zu beschaffen, können diese Masken zweifellos nützlich sein“, präzisiert Isinnova auf seiner eigenen Website. „Obwohl es sich bei dieser Lösung um ein derzeit nicht zertifiziertes biomedizinisches Gerät handelt, haben wir bereits die Bestätigung von Krankenhäusern erhalten, dass es sich als äußerst nützlich erweist, wenn es keine anderen Optionen gibt.“

500 Ventile im ersten Drucklauf

Isinnova und FabLab haben sich dafür entschieden, die Datei kostenlos mit allen Unternehmen zu teilen, die in der Lage sind, die Ventile zu drucken.

Zusammen mit vielen anderen Firmen, hat auch Weerg, ein E-Commerce-Unternehmen, das auf 3D-Druck spezialisiert ist, den Aufruf sofort wahrgenommen.

„Wir haben uns mit Isinnova in Verbindung gesetzt, denen wir für die Initiative danken, und dank unserer HP Multi Jet Fusion 5210-Drucker konnten wir ihnen an einem Tag einen Teil der 500 notwendigen Ventile aus PA12-Nylon liefern, einem Material, das im Gesundheitswesen verwendet werden kann“, erklärt Matteo Rigamonti, Gründer von Weerg.

Diese erste, an Isinnova gelieferte Ventillieferung wird auf ebenso viele Masken montiert und an den Katastrophenschutz von Brescia zur Verteilung an Krankenhäuser geliefert.

Niklas Van Bocxlaer
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Lüneburg bei Hamburg, Deutschland
Anja Van Bocxlaer
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Chefredakteurin und Konferenzmanagerin
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Jan Phillip Denkers
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