Zukünftig soll die Kontaktierung der gelegten 3D-Drahtstrukturen mit funktioneller Elektronik realisierbar werden. Mit dieser Erweiterung des jetzt vorgestellten Konzepts kann erreicht werden, dass die 3D-gelegte Kupferdrahtstruktur zum funktechnischen Teil der integrierten Sensorik wird.

Innovation: Antennenfertigung durch 3D-Drahtlegen

3D-Ultraschall- Drahtlegen für eisfreie Karosserien

Das Konzept „Autonomes Fahren“ ist von einer Vielzahl von Sensoren abhängig. Auch Ultraschallsensoren, die an unterschiedlichen Positionen im Fahrzeug verbaut sind, gehören dazu. Essentiell ist, dass die Karosserieteile, hinter denen die Sensoren platziert werden, auch im Winter vereisungsfrei sind.

Bisher werden Lösungen für Minustemperaturen erprobt, die aus der Fertigung von Scheibenheizungen stammen. Dabei werden Drahtstrukturen auf eine Folie aufgebracht und anschließend mit einem Karosseriebauteil per Umspritzung oder Verklebung verbunden.

Der Maschinenentwickler Ruhlamat hat in Kooperation mit einem Roboterhersteller eine innovative Lösung entwickelt, die diesen zusätzlichen Arbeitsschritt unnötig macht und flexibler in der Gestaltung von Drahtstrukturen auf 3D-Konturen ist.

Nicole Heller
Nicole Heller
Manager Marketing & PR
Marksuhl, Deutschland
Wilfried Schaub
Wilfried Schaub
Sales Manager Card & Passport Systems
Marksuhl, Germany

Der Durchbruch: Neuentwicklung in der Robotertechnologie

Die 3D-Drahtlegetechnologie wurde bei Ruhlamat ursprünglich für das schnelle und kostensparende Herstellen von Antennen für Smart Cards und RFID-Inlays entwickelt. Die Vorteile dieser Produktionsmethode kommen bereits in der Herstellung von Scheinwerferheizungen zum Einsatz. Basierend auf dieser neuen Entwicklung, ist es jetzt auch möglich, weitere Karosserieteile mit 3D-gelegten Drahtstrukturen zu versehen.

Die Kraftkontrolle, mit der ein Roboter den Ultraschall-3D-Drahtlegekopf über die zu belegende Oberfläche bewegt, ist heute in dem Maße möglich, dass weder Draht noch Teil beschädigt werden. Ein erweiterter Freiheitsgrad der Roboterbewegung ist ein weiterer Aspekt, der diese neuartige Lösung möglich machte.

Kombiniert mit der jahrzehntelangen Erfahrung von Ruhlamat in der Entwicklung von 3D-Ultraschall-Drahtlegeköpfen entstand eine zukunftsweisende Methode.

Weiterentwicklung: Von der Heizung zur Sensorik

Zukünftig soll die Kontaktierung der gelegten 3D-Drahtstrukturen mit funktioneller Elektronik realisierbar werden. Mit dieser Erweiterung des jetzt vorgestellten Konzepts kann erreicht werden, dass die 3D-gelegte Kupferdrahtstruktur zum funktechnischen Teil der integrierten Sensorik wird.

Ob Heizung oder Funktionsbestandteil der Sensorik – Vorteil der neuen Ruhlamat-Methode ist der Einsatz sowohl als Stand-Alone-Lösung als auch integriert in eine Fertigungslinie.


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