RFID im Blick hat nachgefragt, wie Turck die aktuelle Situation im Umfeld der industriellen Automation bewertet – auch im Kontext globaler Entwicklungen. (Bild: Turck)

Plus 23 Prozent Zuwachs im RFID-Geschäft

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Industrie 4.0 und RFID sind Brandbeschleuniger für unser Geschäft!

Turck-Geschäftsführer Christian Wolf gab kürzlich einen detaillierten Einblick in die Geschäftsentwicklung entlang der umgebenden Marktsituationen weltweit.

Über die Zahlen und Fakten hinaus sprach der Geschäftsführer über eingeleitete Schritte, wie das Unternehmen auf bestehende und zukünftige Herausforderungen reagieren wird. Um neue Wege zu beschreiten, wird Turck die „Unternehmens-DNS“ auf ein globales Fundament stellen.

RFID im Blick hat nachgefragt, wie Turck die aktuelle Situation im Umfeld der industriellen Automation bewertet – auch im Kontext globaler Entwicklungen.

Bernd Wieseler
Bernd Wieseler
Director Product Management RFID Systems
Mülheim an der Ruhr, Deutschland
Jan-Oliver Uhlmann
Project Management Identification Systems
Mülheim an der Ruhr, Deutschland

Dazu gehören die Investitionen in die global verteilten Landesgesellschaften. Auch das Lösungsgeschäft wird weiter ausgebaut. Zu Produkt-Updates aus der eigenen Entwicklung, verfolgt Turck konsequent den Weg von Technologiepartnerschaften und Unternehmensbeteiligungen.

Mit einem Minderheitsanteil am Technologiespezialisten Asinco sichert Turck Know-how für künftige IIoT-Projekte. Die Kooperation soll perspektivisch dazu beitragen, Turck im Umfeld der industriellen Radar-Technologie zu etablieren.

„Industrie 4.0 und RFID sind – positiv formuliert – Brandbeschleuniger für unser Geschäft. Setzt ein Abschwung ein, hilft uns Industrie 4.0 jedoch auch nicht weiter. Die Rechnung ist einfach: Alles was wir starten, muss einen Use Case zum Ziel haben, der für unsere Kunden Kosten reduziert. Diese Rechnung kann auch nicht durch den positiven Einfluss von Industrie 4.0 außer Kraft gesetzt werden“, unterstreicht Christian Wolf.

1. Herr Wolf, wie ist die Situation 2019 und darüber hinaus in der industriellen Automation?

Beim Blick auf den Geschäftsklimaindex ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft eindeutig: Sie zeigt nach unten. Im Vergleich zum September 2018 ist der Index in allen drei Bereichen – Klima, Lage und Erwartung – um je fast zehn Punkte abgerutscht. Davon ist das verarbeitende Gewerbe, in welches Turck Automationslösungen liefert, genauso betroffen, wie alle anderen Branchen. Bis auf Lateinamerika und die Subsahare-Zone verzeichneten alle weltweiten Gebiete einen Abschwung bis hin zu Rezessionen.

Der VDMA hat für den Maschinenbau ein Minus von zwei Prozent für 2019 aber auch für 2020 prognostiziert. Es gibt aber auch Anzeichen für eine leichte Erholung 2020. Die Handelsstreitigkeiten insbesondere zwischen China und den USA, aber auch zwischen den USA und Europa bergen Konfliktpotenzial, die eine positive Aussicht auf dem Feld der industriellen Automation für 2020 stark eintrüben können.

2. Welchen Einfluss nehmen weltpolitische Entwicklungen und Währungsaspekte?

Die Stärke des Dollars und die Verwerfung des Yuan mit einem Minus von zuletzt nahezu 20 Prozent bedeuten ein Dilemma für die USA. Auf der einen Seite sind Zölle erhoben worden und auf der anderen Seite steht eine außergewöhnlich starke Währung mit der Konsequenz, dass die US-amerikanische Exportwirtschaft massiv leidet. Für die Euro-Zone ist diese Tatsache durchaus positiv. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die Produkte und Services in die USA verkaufen wird gestärkt.

Durch den Währungsunterschied werden Zölle bis zu einem gewissen Maß kompensiert. Jedoch ist bei den Handelsstreitigkeiten insbesondere zwischen den USA und China kein Ende absehbar. Das hat Folgen: Ist ein Unternehmen mit Elektronikkomponenten stark auf dem US-amerikanischen Markt vertreten, sind die Einflüsse auf Geschäftszahlen durch Zölle und Währungsunterschiede dramatisch. Das hemmt die Investitionsfreude von Unternehmen weltweit. Auch wir werden bei den Kosten in 2020 „auf Sicht“ fahren und von Quartal zu Quartal entscheiden.

3. Inwiefern sind globale Supply Chains noch die passende Antwort auf die globale Dynamik?

Globale Supply Chains erfüllen in zahlreichen Bereichen ihren Zweck. Aber jedes Unternehmen muss sein Geschäftsmodell kontinuierlich überprüfen und auch mit globalen Entwicklungen abgleichen. Für ein weltweit agierendes Unternehmen wie Turck, das nahezu 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland erwirtschaftet und 65 Prozent davon sogar außerhalb von Europa, sind die aktuellen Entwicklungen Anlass zum Handeln. Unsere Werke in Übersee fertigen hauptsächlich Steckverbinder. Die Elektronikkomponenten dafür verschiffen wir aus Deutschland.

Diese Tatsache zusammen mit den Implikationen der Währungsdifferenzen und der Logistik stellt uns vor die Frage: „Ist dieses Konzept effizient, um unsere Kunden vor Ort schnellstmöglich beliefern zu können?“ Seit der Unternehmensgründung ist die Elektronikkompetenz fest in Deutschland verankert ist. Eindeutiges Ziel der jetzt gestarteten Verlagerung von Know-how und dem Realisieren von kontinentalen Supply Chains, sind Schnelligkeit und Agilität und gleichzeitig so unabhängig von weltwirtschaftlichen Einflüssen zu sein.

Besuchen Sie Turck auf der SPS in Nürnberg!

Vom 26. Bis 28. November 2019 ist Turck auf der SPS auf dem Nürnberger Messegelände in Halle 7 / Stand 250.

Condition Monitoring live am Stand von Turck

Experte Jörg Tauert informiert vor der großen Videowand auf dem Turck-Messestand alle 30 Minuten darüber, mit welchen Konzepten Unternehmen den Zustand ihrer Maschinen immer auf dem Schirm haben.
Weiter Schwerpunktthemen von Turck auf der SPS: Smart Sensor Solutions, Decentralized Automation, Sensor to Cloud und RFID Solutions.


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