Per Mausklick im Task-Management-System erhalten Klinikmitarbeiter umgehend den Standort und den Status jedes einzelnen Beatmungsgerätes angezeigt. (Bild: Aarhus Universitetshospital)

Schnellere Reaktion bei Covid-19 mit getaggten Beatmungsgeräten

Innerhalb eines Wochenendes wurden am neuen Universitätsklinikum Aarhus 132 Geräte getaggt!

Wie in vielen Ländern weltweit, wurden auch in Dänemark alle Krankenhäuser kurzfristig in Covid-19-Behandlungszentren "umgebaut". Alle nicht lebensnotwendigen Operationen und Behandlungen wurden verschoben, um höchstmögliche Kapazitäten zur Versorgung von an Covid-19 erkrankten Patienten vorhalten zu können. Ein zentraler Aspekt ist die Bereitstellung von ausreichenden Beatmungsgeräten.

Lars Ganzhorn Knudsen, CIO des neuen Universitätsklinikums Aarhus, spricht im Interview mit RFID im Blick über die großen Vorteile einer flächendeckenden IoT-Infrastruktur zur kurzfristigen Applikationsumsetzung.

Flächendeckende RFID-Infrastruktur erhöht Reaktionsfähigkeit

Im neugebauten Aarhus Universitätsklinikum ist eine flächendeckende UHF-RFID-Infrastruktur integriert. Rund 3.600 Reader decken sämtliche Gebäudebereiche komplett ab. Diese bestehende Installation ermöglichte es dem Klinikum jetzt, innerhalb weniger Tage die 100-prozentige Tracking aller verfügbarer Beatmungsgeräte zu realisieren.

An nur einem Wochenende wurden für die Geräte von Mitarbeitern des hausinternen Tag-Labs die geeigneten Labels definiert, kodiert und gedruckt. Im Anschluss folgte die Kennzeichnung aller Geräte. „Diese Realisierung in kürzester Zeit ist ein gutes Beispiel, das verdeutlicht, wie wichtig eine flächendeckende Tracking-Infrastruktur sein kann – und welche Benefits für den Krankenhausbetrieb entstehen. Letztendlich kommt der Technologieeinsatz der schnellsten und bestmöglichen Patientenbehandlung zugute“, sagt Lars Ganzhorn Knudsen.

Geräte per Klick lokalisieren

Per Mausklick im Task-Management-System erhalten Klinikmitarbeiter umgehend den Standort und den Status jedes einzelnen Beatmungsgerätes angezeigt. Zeigt die Lokalisierung an, dass sich ein Gerät in einem Intensiv-Zimmer befindet, wird es als eingesetzt gekennzeichnet. Das neue Universitätsklinikum Aarhus verfügt über insgesamt 1,150 Betten von 74 als Intensivbetten zur Verfügung stehen.

In den weiteren Krankenhäusern der Region Mitteljütland entstehen aktuelle ebenfalls Projektarbeiten mit der Zielsetzung Tracking-Lösungen zu realisieren. „Die exakten Daten zu allen Geräten unterstützen die Mitarbeiter bei der bestmöglichen Patientenversorgung. Die bereits bestehende RFID-Infrastruktur hat erheblich dazu beigetragen, diese Applikation in wenigen Tagen umzusetzen. Diese Benfits sehen jetzt immer mehr Kliniken in Dänemark und ganz Europa“, unterstreicht Lars Ganzhorn Kudsen.

Sie wollen mehr erfahren?

In der kommenden Ausgabe von RFID im Blick "Logistik in Medizin, Klinik, Labor und Pharma" erscheint ein umfassender Artikel, in dem Lars Ganzhorn Knudsen exklusive Einblicke in die neusten realisierten IoT-Applikation im Universitätsklinikum berichtet. Merken Sie sich diesen Termin: Das E-Magazin erscheint am 26. Mai 2020.

Niklas Van Bocxlaer
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Anja Van Bocxlaer
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