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Zebra Safe-T-Vue® 10 überwacht die Temperatur von Blutkonserven

Image: Zebra Technologies

Zebra Safe-T-Vue® 10 überwacht die Temperatur von Blutkonserven

Zebra unterstützt Blutbanken mit Temperaturindikatoren für die Kühlkette in Lagern und der Supply Chain!

Tausende von Blutbanken haben damit begonnen irreversible Temperaturindikatoren einzusetzen, um die Kühlkette von Blutkonserven in Lagern und beim Transport zu überwachen.

Ein Blogbeitrag von Chris Caulfield, Zebra Technologies

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In vielerlei Hinsicht könnte die Pandemie als die Gesundheitskrise der jetzigen Generation betrachtet werden. Befragt man Mitarbeiter von Blutbanken, würden diese widersprechen.

Nur wenige Stunden vor dem Verfassen dieses Blogbeitrags hat das American Red Cross die erste nationale Blutkrise ausgerufen. Die USA erleben derzeit die schwerste Knappheit von Blutkonserven seit einem Jahrzehnt. Niedrige Lagerstände sind das Ergebnis verschiedener Faktoren. Fortlaufende Knappheit von Blutkonserven in Europa, Afrika und anderen Regionen haben dazu geführt, dass Regierungen und nichtstaatliche Organisationen mit der Gesundheitsbranche zusammenarbeiten um über neue Richtlinien und Verfahren zu beraten. Ein kritischer Mangel an Blutkonserven soll verhindert werden.

Es hat weltweit Priorität, jede einzelne Blutspende sicher zu lagern.

Zahlreiche Blutbanken nutzen Technologielösungen zur Überwachung der einzelnen Blutkonserven, um eine Einhaltung der Kühlkette in der Auslieferung an Krankenhäuser oder ambulanten Operationszentren sicherzustellen. Üblicherweise muss die Temperatur der Blutkonserven bei zwischen 6°C und 10°C gehalten werden, um diese sicher für Patienten zu nutzen.

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Einige Organisationen gehen noch einen Schritt weiter. Irreversible Temperaturanzeigen werden für die Rückführungslogistik genutzt. Diesen zeigen an, ob bei der Rückführung von ungenutzten Blutkonserven an die Blutbank Temperaturabweichungen von den nach dem AABB-Standard und 21 CRF 640 festgelegten Grenzwerten aufgetreten sind. Ungenutzt Blutkonserven können neu verteilt werden.

„30-Minuten-Regel“ ist laut Experten unzureichend

Alle Blutbanken tragen die Verantwortung, sicher nutzbare Blutkonserven zur Verfügung stellen. Umfangreiche Tests werden durchgeführt, bevor eine Blutspende in die Blutbank aufgenommen wird. Es wird verhindert , dass Blut mit bestimmten Proteinen oder Krankheitserregern in die Blutbank gelangt. Einmal in die Blutbank gelangt, stellen zu hohe Temperaturen in der Lagerung oder beim Transport das größte Risiko dar, das zu negativen Auswirkungen bei der Bluttransfusion zum Patienten führen kann. Trotz des Risikos verlassen sich viele Organisationen noch auf die „30-Minuten-Regel“ um die Kühlkette zu überwachen und die Sicherheit von Blutkonserven zu gewährleisten.

Kliniken, Forscher und die weitere Gesundheitsbranche haben die Zuverlässigkeit dieser Testmethode in den letzten Jahren angezweifelt.

Wie in einem Bericht vermerkt, ist „die Qualität [der roten Blutkörperchen] von dem Lagerzuständen abhängig. Die 30-Minuten-Regel kann verkürzt oder verlängert werden, wenn vom festgelegten Temperaturgrenzwert abgewichen oder dieser eingehalten wird. Ausschlaggebend ist, dass nicht eindeutig bestätigt werden kann ob die Kühlkette (das System zur Prävention des Verfalls von biologischen Einheiten, der durch Temperaturabweichung entsteht) eingehalten wurde.“

Zebra erhielt viele Anfragen von Laboren und Blutbanken, die die 30-Minuten-Regel in ihren Lagern und der Supply Chain mittels dem von Temptime hergestellten Zebra Safe-T-Vue® 10 auf die Probe stellen wollen.

Safe-T-Vue ist ein irreversibler Temperaturindikator der ein leicht erkennbares, optisches Feedback auslöst, sobald die Temperatur einer Blutkonserve die festgelegten Grenzwerte erreicht oder überschritten hat.

Es wurde inzwischen bestätigt, dass die 30-Minuten-Regel in kleineren Blutbanken mit vergleichsweise wenigen Transfusionen funktionieren kann. In größeren Krankenhäusern, in denen in hohem Tempo Blutkonserven an OP, Notaufnahme oder zu einzelnen Krankenzimmern geliefert werden muss, ist die 30-Minuten-Regel unzureichend. Die Blutkonserven werden in Kühltaschen transportiert. Blutbanken, Krankenhauspersonal und Mitarbeiter in der Logistik können nicht hundertprozentig sicherstellen, dass die ungenutzten Blutkonserven Die Blutkonserven können nicht ins Lager zurückgeführt werden und müssen entsorgt werden.

Dies ist das grundlegende Problem der 30-Minuten-Regel. Sie bietet keinerlei Verifizierung, dass die Kühlkette der Blutkonserven seit dem Verlassen der Blutbank nicht unterbrochen wurde. Das Ergebnis: noch nutzbare Blutkonserven werden verschwendet, da die Einhaltung der Kühlkette nicht garantiert werden kann. Mit einer durchgehenden Temperaturkontrolle könnten die Blutkonserven zum Lager zurückgeführt werden.

Kühlkettenmonitoring geht über das Proof of Concept hinaus

Wie zuvor angemerkt, wenden sich Blutbanken, Labore, Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen in der Supply Chain von Blutkonserven an Zebra Technologies, die eine vertrauenswürdige Technologielösung zur Einhaltung der Kühlketten benötigen. Sie wollen erfahren, ob die Temperaturindikatoren die Anforderungen der Branche erfüllen können. Es soll neues Vertrauen in der Auslieferung und Rückführung von Blutkonserven sowie deren Aufbereitung aufgebaut werden.

Viele Organisationen testen die Technologie des Safe-T-Vue unter Realbedingungen in ihren medizinischen Einrichtungen. Ein Kunde im besonderen unternahm eine Studie und einen Vergleich zweier Temperaturindikatoren für Blutkonserven, um festzustellen, welches davon für den Betrieb geeigneter wäre. Beide Indikatoren wurden von mehreren, unterschiedlich großen Blutbanken getestet.

Der Kunde entschied sich schließlich für Zebras Safe-T-Vue® 10 , da der Indikator der Temperaturabweichung im Vergleich leichter auszulesen und diese präziser angezeigt wurde. Die weiße Anzeige des Safe-T-Vue verfärbt sich bei einer Temperaturabweichung mit roten Flecken, und wird danach vollständig rot. Die Verfärbung ist klar und deutlich erkennbar.

Sobald das Safe-T-Vue als Indikator festgelegt wurde, wurden weitere Forschungsmaßnahmen ergriffen, um die Funktionalität in verschiedenen Szenarien zu belegen. Blutkonserven wurden in den Experimenten durch ein Gemisch aus Wasser und 10 Prozent Glycerin nachgestellt.

Blutkonserven in Beuteln verschiedener Größen wurden an unterschiedlichen Stellen mit Safe-T-Vue versehen. NISD-Proben überwachten die Temperatur im Inneren der Beutel, um diese mit der Reaktion des Indikators vergleichen zu können.

Die Ergebnisse zeigten, dass der Indikator überall auf dem Beutel gleich auf die Temperaturabweichungen reagierte. Die Farbe des Indikators fing an, sich bei zwischen 9°C und 9,5°C zu verändern, und war bei 10°C vollständig verfärbt. Weitere Studien kamen zum gleichen Ergebnis. Vier Jahre später wurde Safe-T-Vue Indikatoren bei der Überwachung gefrorenen Plasmas getestet. Wiederum vier Jahre danach folgten Tests mit Niedrig-Titer-Blut.

Verschwendung von Blutkonserven und Plasma verringert

Temperaturindikatoren werden genutzt, um die Nutzung von unzureichend gekühlten Blutkonserven zu verhindern, Verluste zu vermeiden, und Blutkonserven zu erhalten. Die Kosten für einen Beutel Blutkonserven liegen bei etwa 350 US-Dollar, der Arbeitsaufwand zur Lagerung nicht inbegriffen. Mit Safe-T-Vue gibt es keinen Zweifel daran, ob die Blutkonserven unter 10°C gelagert wurden. Die versehentliche Aussortierung noch nutzbarer Blutkonserven wird verhindert.

Der Einsatz von Safe-T-Vue für Plasma führt zu einer erheblich Zeitersparnis. Es dauert 30 Minuten, um Plasma in einem Wasserbad aufzutauen. Einmal aufgetaut, wird das Plasma in einem Kühlschrank gelagert und mit Safe-T-Vue versehen. Das Plasma kann sofort genutzt werden, und muss nicht erst aufgetaut und auf die richtige Temperatur gebracht werden, wenn es benötigt wird.

Dies spielt eine bedeutende Rolle, da laut Schätzungen des American Red Cross pro Tag 5.000 Beutel Blutkonserven und 6.500 Einheiten Plasma in den USA benötigt werden.

Das Risiko der 30-Minuten-Regel

Bei der Verwaltung von Blutprodukten muss mit höchster Sorgfalt durchgeführt werden. Selbst wenn es gegenwärtig keine Versorgungskrise für Blutkonserven oder Plasma gibt, sollte jeder Beutel davon optimal genutzt und nicht aufgrund von subjektiven Entscheidungen verschwendet werden. Dies ist jedoch ein wahrscheinliches Szenario wenn an der 30-Minuten-Regel festgehalten wird um zu ermitteln, ob eine Blutkonserve angemessen gekühlt worden ist. Aus diesem Grund hat die US-Regierung vorgegeben, dass eine durchgängige Temperaturkontrolle die Basis zur Entscheidung liefern soll, ob eine Blutkonserve ins Lager zurückgeführt werden darf.

Mit anderen Worten: lebensrettende Maßnahmen sollten sich nicht an der 30-Minuten-Regel orientieren.

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