Digitales Shopping

Digitales Shopping mit RFID im Future Store von Bonprix

Im „Fashion Connect“ Store sollen „klassische“ Schwachstellen des Einzelhandels wie durchwühlte Ladenregale, enge und schlecht ausgeleuchtete Kabinen oder lange Schlangen an Kassen durch technische Innovationen behoben werden.

Bonprix testet den digitalisierten Shopping- Prozess vom Check-in per App bis zum automatischen Bezahlen!

Bonprix erwirtschaftet rund 85 Prozent des Jahresumsatzes von 1,57 Milliarden Euro im E-Commerce. Welches Potenzial digitales Shopping auch im stationären Handel haben kann, testet das Fashion-Unternehmen in Hamburg. Im „Fashion Connect“ Store sollen „klassische“ Schwachstellen des Einzelhandels wie durchwühlte Ladenregale, enge und schlecht ausgeleuchtete Kabinen oder lange Schlangen an Kassen durch technische Innovationen behoben werden.

Im Store werden rund 750 Fashion-Artikel in Kombination mit Accessoires und Schuhen präsentiert. Alle acht Wochen wechseln die angebotenen Produkte in zwölf parallelen Themenwelten. Kundinnen können ihr Shopping-Erlebnis komplett autark über eine App im Store organisieren inklusive Self-Scanning und Self-Checkout.

Zusammengestellt von RFID im Blick mit Informationen von Bonprix.

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App als Shopping-Fernbedienung

Das zentrale Element im Pilot Store ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Bonprix App. Mit der App checkt die Kundin in den Laden ein, scannt die Artikel und wählt die Größen aus, die sie anprobieren möchte. Die ausgewählten Kleidungsstücke werden in der virtuellen Shopping Bag der App abgelegt und direkt im Fitting Room bereitgestellt. Für die Realisierung der Store-Gestaltung setzt Bonprix auf das Konzept der „One-Item-Presentation”: Jedes Kleidungsstück und jedes Accessoire wird jeweils nur einmal in insgesamt zwölf Themenwelten präsentiert.

Individueller Service soll Wohlfühlatmosphäre erzeugen

Nach dem Erfassen der Wunschartikel per QRCode und App wird für die Kundin eine Ankleidekabine individuell vorbereitet. Die Zeit der Vorbereitung kann an der Fashion-Bar im Store verbracht werden. Anschließend wird die Kundin in den für sie reservierten Fitting Room gebeten, in dem die bestellten Artikel zur Anprobe bereitgestellt wurden. Die Kabine verfügt über vier wählbare Lichtszenarien. Ein Display spiegelt die Inhalte der Bonprix App und zeigt die nächsten Schritte an. Passt ein Kleidungsstück nicht, kann via App eine andere Größe direkt in den Fitting Room nachbestellt werden. Ist eine persönliche Beratung gewünscht oder Hilfe wird benötigt, kann ein Fashion Assistant per App benachrichtigt werden.

Schneller Check-Out

Um lange Wartezeiten an einer herkömmlichen Kasse zu vermeiden, kann die Kundin aus verschiedenen Bezahlmöglichkeiten wählen. Dafür verlässt sie den Fitting Room mit ihren Wunschartikeln und die Shopping Bag der App aktualisiert sich automatisch. Integrierte RFID-Technologie erfasst sämtliche Artikel, die von der Kundin mitgenommen werden. Zahlen kann die Kundin per PayPal direkt in der App, per EC- oder Kreditkarte am Self-Check-Out oder auf Wunsch in bar bei einem Mitarbeiter an der Kasse. Eine zusätzliche Entsicherung der Ware ist nicht nötig.

Zwei Jahre Entwicklungszeit

Der Eröffnung des Pilot-Stores in Hamburg Mitte Februar 2019 gingen über zwei Jahre Entwicklungszeit sowie Konzeptions- und Testphasen voran. Die RFID-Lösung wurde gemeinsam mit dem Systemintegrator Mieloo & Alexander konzipiert und realisert.

Ein Abschluss des Projektes ist bewusst nicht gesetzt. Vielmehr fördert Bonprix einen lernenden Prozess, sodass die Roadmap des Store-Konzeptes kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ist integraler Bestandteil, um Kundenanforderungen und -feedback kurzfristig in das Shopping-Erlebnis einzubinden. „Aktuell fokussiert sich Bonprix auf das Ausschöpfen der Multichannel- und Retargeting-Potenziale des Konzepts. Ein wichtiger Meilenstein wird dabei die Einführung von Endless Aisle-Elementen im ersten Quartal sein, bei dem im Sinne des verlängerten Warenregals aus dem Store heraus Online-Bestellungen getätigt werden können“, blickt Daniel Füchtenschnieder, Geschäftsführer von Bonprix Retail voraus.

Daniel Füchtenschnieder, Geschäftsführer von Bonprix Retail und verantwortlich für die Entwicklung und Realisierung des Store-Konzepts: „Wir nehmen ganz viel wahr und lernen, lassen unsere Eindrücke direkt in das Konzept einfließen und entwickeln den Store ständig weiter. Auf diese Weise möchten wir unsere Kundinnen immer wieder aufs Neue begeistern.“

Niklas Van Bocxlaer
Niklas Van Bocxlaer
Exhibition Manager
Lüneburg bei Hamburg, Deutschland
Anja Van Bocxlaer
Anja Van Bocxlaer
Chefredakteurin und Konferenzmanagerin
Lüneburg, Deutschland
Jan Phillip Denkers
Jan Phillip Denkers
Stellvertretender Chefredakteur
Lüneburg, Deutschland
Vanessa Tan
Vanessa Tan
Redakteurin
Lüneburg, Deutschland
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