Es wird Zeit, „Wardrobing“ zu beenden

Die weltweiten Rückgaben von Kleidung im Einzelhandel erreichen einen Wert von 642,6 Milliarden US-Dollar pro Jahr – ein Wert, der nahezu dem Bruttoinlandsprodukt der Schweiz entspricht.

Um diesem Trend stärker entgegenwirken zu können, hat Checkpoint Systems – ein weltweit führender Lösungsanbieter zur Steigerung der Warenverfügbarkeit im Handel, einschließlich der Verlustprävention und der Warensichtbarkeit – die Einführung der „R-Turn Tags“ der nächsten Generation bekanntgegeben. Damit reduzieren Einzelhändler die Anzahl der betrügerischen Rückgaben.

Dominik Brosch
Dominik Brosch
Global Account Manager
Hirschhorn, Deutschland

Viele Rückgaben sind auf die Qualität des Produkts, die falsche Größe oder einfach auf Fehlentscheidungen des Verbrauchers zurückzuführen. Immer häufiger kaufen Verbraucher ein Kleidungsstück, nutzen es und geben es dann zurück. Dieses als "Wardrobing" bezeichnete Vorgehen, ist zu einer der größten Herausforderungen im Einzelhandel geworden.

Im Onlinehandel liegt die Rücksendequote von Textilien bei 40–70 %. Ca. 10–20 % davon weisen Gebrauchsspuren auf und können nicht mehr in den Verkauf zurückgeführt werden. Untersuchungen der Universität Bamberg belegen, dass in Deutschland unter Berufung auf das Widerrufsrecht jährlich rund 286 Millionen Warensendungen an Händler zurückgeschickt werden. Jede Retoure kostet dabei etwa 15 €. In diesen Kosten enthalten sind Prüfung, Wiederverpackung, Neuetikettierung und Wertverlust. Der jährliche Schaden liegt bei über 4 Milliarden Euro.

Das Thema „Wardrobing“

„Wardrobing“ ist zu einem kritischen Thema für Einzelhändler geworden. Zwei von drei Einzelhändlern (64,5 %) hatten bereits Kunden, die einen Artikel verwendet und ihn anschließend zurückgegeben haben.1 Geübte „Wardrober“ geben etwa 20 Artikel pro Jahr zurück. Diese Zahl steigt, wenn der Käufer sicher ist, dass das Geschäft die Waren zurücknimmt.

Eine spanische Zeitung untersuchte die Gewohnheiten der "Wardrober" und ihre Auswirkungen auf den Einzelhandel. Dafür wurde ein 29-jähriger „Wardrober befragt“, der sein Verhalten so erklärte: "Wenn zum Beispiel ein Kongress ansteht, möchte ich jeden Tag ein anderes Outfit tragen. Dann kaufe ich Kleidung, von der ich weiß, dass ich sie später zurückgeben werde. Es ist dann, als besäße ich die gesamte Saisonkollektion."

Weiter verschärft wird das Problem für Einzelhändler durch Absprachen der „Wardrober“. Ähnlich wie Ladendiebe tauschen sie Informationen aus, z. B. wo und wie einfach das „Wardrobing“ durchgeführt werden kann. Hinzu kommt das durch den Kauf- und Rückgabeprozess verursachte Problem der fehlenden Verfügbarkeiten von Artikeln. Und nicht nur das: online gekaufte Kleidung, die im stationären Geschäft zurückgegeben wird, wird auch zu einer logistischen Herausforderung für Einzelhändler.

Verteidigung gegen „Wardrobing“-Betrüger

Für Einzelhändler ist es wichtig, eine strikte und für die Kunden klar ersichtliche Rückgaberegelung durchzusetzen. Um diese zu unterstützen, hat Checkpoint das „R-Turn-Tag“ entwickelt - eine kostengünstige Lösung, die nachweislich das „Wardrobing“ reduziert. Das kleine Schild, das mit dem Branding eines Einzelhändlers personalisiert werden kann, wird vom Händler an die Ware angebracht und bleibt so lange dort, bis der Kunde es zu Hause entfernt. Dazu muss er den Verriegelungsmechanismus mit wenigen Handgriffen öffnen. Zusätzliche Werkzeuge sind nicht erforderlich.

Der innovative Verschlussmechanismus hinterlässt keine Beschädigungen an der Ware und kann überall auf dem Kleidungsstück, einschließlich der Naht, angebracht werden.

Durch die Einführung einer Rückgaberegelung, die besagt, dass die Rücksendung nur mit angebrachten „R-Turn-Tag“ und dem zugehörigenHinweisetikett akzeptiert wird, können Einzelhändler betrügerische Rückgaben minimieren. Das Einkaufserlebnis von Kunden bleibt dabei unberührt.

Irene Fernandez, Product Management Europe bei Checkpoint Systems, kommentiert: „Der Einzelhandel ist seit vielen Jahren von betrügerischen Rückgaben betroffen und Unternehmen realisieren jetzt, welche Kosten damit wirklich verbunden sind. Es ist wichtig, dass die Geschäfte nicht aufhören, Rückgaben anzunehmen, schließlich werden die meisten Produkte zurückgegeben, weil ein Artikel einen Fehler aufweist oder die falsche Größe hat. Es ist jedoch genauso wichtig, neue Prozesse einzuführen, die es Käufern erschweren, bei Rückgaben zu betrügen. Die zweite Generation der „R-Turn-Tags“ hilft Einzelhändlern, sich gegen ‚Wardrobing‘ effektiv zu verteidigen."

Das R-Turn-Tag ist ab sofort verfügbar.


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