RFID-Hardware

Elektronik Entwicklung und Produktion "Made in Germany"

Gera-Ident entwickelt verstärkt IOT-Produkte und -systeme für Kunden, aber auch in Kooperation mit Hochschulen und F&E-Einrichtungen.

Gera-Ident erweitert Fertigungsbereich für RFID-Hardware!

Die Nachfrage für den Bau von kundenspezifischen ID-Points sowie deren Grundkomponenten wie RFID-Reader und Antennen steigt stetig. Deshalb erweiterte das AutoID-Unternehmen seine Fertigung signifikant.

GERA-IDENT entwickelt verstärkt IOT-Produkte und -systeme für Kunden, aber auch in Kooperation mit Hochschulen und F & E-Einrichtungen. Um steigende Anforderungen umsetzen zu können, wurden unter anderem die Konstruktionskompetenzen mit neuer Software und der Elektronikbereich um neue Fertigungs- und Testmöglichkeiten, sowie eine interne Prototypenfertigung erweitert. Der Montagebereich wurde aufgerüstet und mit mehr Fläche und Technik ausgestattet.

„Abgesehen davon, dass wir unsere Fertigung vollständig und dauerhaft in Deutschland betreiben können, legen wir so den Grundstein für unsere Zukunft im IoT“, unterstreicht Ramin Hassan. Geschäftsführer, Gera-Ident, im Interview mit RFID im Blick.

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Interview

Herr Hassan, welche Haupteinsatzgebiete sehen Sie für die RFID-Technologie im Zuge digitaler Transformationsprozesse?

RFID ist ein Schlüsselelement, um ein Smart Object zu erzeugen. Das ist seit den ersten Digitalisierungsaktivitäten eine zentrale Frage: Wie erschaffen wir Smart Objects? Und daran anschließend: Wie können Smart Objects prozessoptimierend genutzt werden? RFID ermöglicht die Identifikation von Dingen auf Einzelteilebene. Objekte können Informationen aus den laufenden Prozessen erhalten.

Ein großer Vorteil: Objekte können im Herstellungsprozess auch selbst Daten generieren und diese im weiteren Verlauf zur Verfügung stellen. Neben den Transpondern direkt an oder in Objekten kommt den Readern eine bedeutende Funktion zu.

In der Industrie 4.0 sind Reader nicht mehr nur Erfassungspunkte, sondern verfügen selbst über Intelligenz. Kommen beispielsweise Sensor-Tags oder Tags mit größerem Speicher zum Einsatz, können Daten vor Ort analysiert und weiterverarbeitet werden. Diese Entwicklung hin zu Edge Computing wird zu einem festen Bestandteil dezentraler, digitaler Transformationen.

Welche Produkte und Produktneuentwicklungen in 2020 bietet Gera-Ident für digitale Prozesse an?

Basis bleiben die klassischen Labels und Tags unseres Standard­Portfolios und ihre anwendungs- und kundenspezifische Weiterentwicklung. Diese kommen weiter in zahlreichen Anwendungen zur herkömm lichen Identifikation zum Einsatz. Über den Standard hinaus werden 2020 Sensortransponder, Temperaturlogger, Feuchtigkeitsmesser, aber eben auch andere Sensoren hinausgehen, an denen wir momentan in Kundenprojekten arbeiten.

Eine zweite, zunehmend gefragte, Technologie sind DualFrequency­Transponder. Die Kombination von UHF und NFC schließt die Lücke zwischen B2B­ und B2C-­Prozessen insbesondere im Konsumgüterumfeld. Produktion, Logistik und Kundeninteraktion werden gleichermaßen unterstützt.

Eine weitere Produktentwicklung für einen Industrieprozess sind Sensortransponder zum Messen von Widerständen im ESD­-Bereich. Die Auswertung der Messdaten ermöglicht es, im Anschluss weitere Prozesse freizuschalten oder zu stoppen.

Im Bereich der dezentralen Datenbereitstellung werden größere Speicher direkt an Objekten immer wichtiger. Auch in diesem Umfeld entwickeln wir kundenspezifische Lösungen.

Mit welchen Services unterstützt Gera-Ident Kunden bei der digitalen Transformation?

Mit unseren Lösungen unterstützen wir Kunden dabei, Digitalisierungsanwendungen zu realisieren. Mit leistungsstarken RFID-Produkten – auch in Kombination mit anderen AutoID­-Technologien oder Sensorintegrationen – eröffnen wir Optionen, Biografien über den gesamten Lebenszyklus von Objekten zu erzeugen. Aber eben nicht nur im Sinne des „alten“ Industrie 4.0­-Ansatzes, um eine höhere Transparenz zu schaffen.

Vielmehr sollen und können Smarte Objekte Daten sammeln und weitergeben – vollkommen unabhängig davon, ob die Objekte mit Produktionsmaschinen oder Endkunden kommunizieren. In Verbindung mit Sensorik und Edge Computing eröffnen sich zusätzlich komplett neue Potenziale.

Stichwort: Kombination von RFID mit anderen Wireless Technologien? Wie schätzen Sie die Koexistenz ein?

Unterschiedliche Wireless IoT-­Technologien sind be kannt, erprobt und deren Kombination ermöglicht es beispielsweise Datenredundanzen sicherzustellen. Fällt eine Technologie aus, sind die Daten weiterhin über die zweite Technologie auslesbar. Das Risiko bei einem Chip ausfall oder einem beschädigten optischen Code wird dadurch minimiert. Wenn zum Beispiel im einfachsten Fall RFID und Barcode kombiniert werden, steigt automatisch die Flexibilität der Datenerfassung.

RFID­-Reader können genauso eingesetzt werden, wie Barcode­-Scanner oder Smartphones. Identifikationsketten werden durchgängiger, je höher die Erfassungsflexibilität ist. Neben der Schaffung von Datenredundanzen führt die Kombination verschiedener Technologien auch zu mehr Flexibilität in der IOT­-Anwendung. Jede Technologie kann ihre Stärken ausspielen und ihre Schwächen kompensieren.

Welche Rolle spielt das Thema 'künstliche Intelligenz' in Kombination mit RFID-Technologie?

Künstliche Intelligenz ist ein absolutes Top­Level­-Thema in der digitalen Transformation. In vielen Bereichen sind die Anwendungspotenziale noch etwas abstrakt. Aber genau an diesem Punkt nimmt RFID eine spezifische Rolle ein. Über RFID­ und Sensorik­systeme und auf Transpondern an Objekten gespeichert, sind diese Technologien eine ideale Grundlage für KI­-Anwendungen. RFID wird, angetrieben durch KI-Entwicklungen, die Schnittstellenposition zwischen digitaler und physischer Welt festigen können.

IntWash: Internationale Forschung für die Digitalisierung der Wäscherei Branche

Gera-Ident bringt Expertise rundum das Thema "Zukunft von RFID" in internationales Forschungsprojekt ein

Werden Wäschereien in der Zukunft vollautomatisch von künstlicher Intelligenz gesteuert? Das ist eine der zentralen Fragestellungen des Forschungsprojektes „IntWash“, an dem Gera-Ident als Projektpartner beteiligt ist. Die abstrakte Hauptfragestellung zieht zahlreiche weitere Fragestellungen nach sich. Beispielsweise: „Welche Schlüsselrolle nimmt RFID in der Digitalisierung von Wäschereiprozessen ein?“

Für diesen Forschungspart sind Mitarbeiter von Gera-Ident als RFID-Experten im Forschungsnetzwerk unter der Leitung von Hohenstein, einem Prüfdienstleister und Forschungspartner entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette, vertreten. Gera-Ident verantwortet dabei den Forschungsschwerpunkt, wie RFID in der kompletten Wäsche-Supply-Chain bestmöglich eingesetzt werden kann.

Webcasts, Publikationen und Beratungsleistungen

Die im Projekt erarbeite ten Erkenntnisse sollen die Digitalisierung der textilen Wertschöpfungskette via Workshops, Webcasts und Publikationen unterstützen. Parallel können die Projekterkenntnisse zur Steigerung des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit genutzt werden.

Wissensplattform für Wäschereien

Eine Zielsetzung des Projektes ist die Realisierung einer Internetplattform als Wissensportal, auf der das erarbeitete Know-how gebündelt werden wird. Best Practice Ansätze zur Einführung von Industrie-4.0-Konzepten sollen gesammelt und präsentiert werden. Die Plattform soll, durch die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Wäschereibranche, einen internationalen Lösungsansatz fördern.

Digitale Arbeitswelt in Wäschereien

Gera-Ident bringt branchenübergreifende Erfahrungen aus der Prozessautomatisierung in verschiedenen Sektoren ein. Bereits ausdefinierte Integrationen lassen sich so ganz oder auch nur teilweise auf den Wäschereisektor übertragen. Eine Fragestellung dabei ist, wie Mitarbeiter auf dem Weg der digitalen Transformation bestmöglich beteiligt werden können. Denn manuelle Tätigkeiten werden auch weiterhin gefragt bleiben – wenn auch in einem veränderten Umfeld.

Einsatz von RFID in der Wäscherei

Gera-Ident fokussiert sich im Projekt nicht auf einzelne Produkte. Vielmehr wird der Einsatz von RFID in der gesamten Wertschöpfungskette zwischen Wäschereien, Zulieferern und Kunden betrachtet und untersucht. Die Experten von Gera-Ident beschreiben die Vorteile und Hürden, wenn RFID integriert werden soll und definieren die Herausforderungen, die sich nicht ohne weitere Entwicklungsarbeit lösen lassen.

Brückenlösungen werden aufgezeigt und Schnittstellen zu anderen Technologien beschrieben. Zielsetzung ist die exakte Abbildung aller Aspekte des RFID-Einsatzes in der kompletten, teilnehmerübergreifenden Supply Chain.

Unsere Produkte

Reader / Schreib-/Lesestationen
Smart-Labels und Tags für industrielle Anwendungen
Smart-Tickets
Ramin Hassan
Ramin Hassan
Geschäftsführer
Gera, Deutschland
Manuela Elster
Manuela Elster
Marketing & PR
Gera, Deutschland
Daniela Schubotz
Customer Relations
Gera, Deutschland
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