Mithilfe der RFID-Technologie liest ein Servicetechniker aus sicherer Entfernung relevante Daten an einem metallischen Gerät aus. (Image: Schreiner Group)

Optimale Geräteerfassung durch RFID

Ob technische Geräte, Pumpen, Generatoren oder Server: Die meisten Systeme in großen Unternehmen erfordern eine regelmäßige weltweite Erfassung und Kontrolle.

Schreiner LogiData berät die Kunden hierbei umfassend. Neben der Inventarisierung ist die Prüfung auch zur Kontrolle notwendig, um einen sicheren Betrieb der Geräte zu gewährleisten und somit Dienstleistungen und Prüfzeiträume optimal zu timen.

Teilweise ist die Dokumentation von Laufzeiten und Prüfzeiträumen auch gesetzlich vorgeschrieben, da gerade im Bereich der externen Wartung oft Servicedienstleister damit beauftragt werden, diese Überprüfungen durchzuführen.

Grundsätzlich gibt es für die Art der Anforderung zur Kontrolle zwei Varianten. Zum einen können unternehmenseigene Geräte weltweit sicher inventarisiert und gewartet werden. Auf der anderen Seite geht es um Geräte, welche durch Kunden betrieben werden und einer Garantie, Sicherheitsdienstleistung oder einem Service unterliegen.

Bei beiden Varianten bietet eine Ausstattung von Geräten mit RFID-Typenschildern viele Vorteile. Die acht wichtigsten Vorteile (siehe Infokasten) der RFID-Technologie gegenüber der herkömmlichen Barcode-Erfassung zeigen deutlich, welche Optionen und zusätzlichen Anwendungen möglich sind.

Um eine optimale RFID-Anwendung zu generieren, müssen im Vorfeld mögliche Anforderungen im Prozess oder in der Nutzungssicherheit analysiert werden, da nicht jede RFID-Frequenz für jede Anforderung passt und manche Forderungen nicht umsetzbar sind. Erfassungsprozesse, beispielsweise die Ausstattung mit vollwertigen RFID-Handlesegeräten oder die Auslesung mit Smartphone, gilt es vorher zu klären.

Metalloberflächen oder viel Metall in der Umgebung stören bei normalen Labels die RFID-Übertragung oder verhindern sie ganz. Für solche anspruchsvollen Anwendungen bietet Schreiner die passenden Lösungen: Speziell für den Einsatz auf Metall bietet die Schreiner Group seit mehreren Jahren verschiedene RFID-Labels an, die problemlos auf dem Material funktionieren.

Vor allem im UHF-Frequenzbereich steht mit der DistaFerr-Label-Familie eine breite RFID-onMetal-Produktpalette zur Auswahl. Die Labels bieten Lesereichweiten zwischen 1 m und 4,5 m und ermöglichen hohe Leseergebnisse auch an schlecht erreichbaren Stellen. Dabei sind die Produkte klein, robust und nässeresistent.

Je nach Kundenanforderung können Typenschilder, die mit Barcode bedruckt oder mit RFID ausgestattet sind, programmiert und bedruckt werden. Des Weiteren können auch zu den Labels passende Druck-, Programmier- und Spendesysteme angeboten werden.

Die 8 wichtigsten Nutzen der RFIDTechnologie gegenüber der herkömmlichen Barcode-Erfassung

1. Optimaler Schutz gegen Manipulation

Die Kombination aus einer Verschlüsselung im RFID-Chip und einem Barcode kann einem Gerät verlässlich zugeordnet werden. Dadurch bietet das RFID-Typenschild einen großen Vorteil in der Sicherheit der Datenträger. Das Kopieren von Barcodes ist somit nicht mehr möglich, was vor allem bei Garantiethemen einen wesentlich geringeren Risikofaktor darstellt.

2. Sicherung der „Vor Ort“-Anwesenheit

Oft ist eine regelmäßige Kontrolle der Geräte vor Ort notwendig, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Da reine Barcode-Typenschilder jederzeit kopierbar sind und nicht ortsgebunden erfasst werden können, kann eine Kontrolle leicht vorgetäuscht werden. RFID-Typenschilder garantieren jedoch, dass der Prüfdienstleister am Objekt anwesend war, weil eine Kopie des Barcodes als Kennung nicht ausreichen würde.

3. Flexible Dokumentation am Objekt

Außerdem bietet ein RFID-Label die Möglichkeit, Kontrolldaten wie Datum, Personen-ID oder den Zustand und die durchgeführten Aktivitäten zu hinterlegen, damit der Kontrolleur vor Ort sofort auf den letzten Prüfstand zugreifen kann. Dazu benötigt es keinen zentralen Zugang zur Datenbank und die Daten können immer wieder flexibel angepasst werden.

4. Sichere Erfassung auch bei starker Verschmutzung

Da RFID keine „Sicht“ benötigt, ist eine Auslesung der Daten selbst dann möglich, wenn der Barcode stark verschmutzt, verblichen oder schlecht lesbar ist.

5. Erfassung durch Gehäuse

Aufgrund von Vandalismus oder starker Belastung ist bei manchen Geräten eine Einhausung hinter Kunststoff, Holz, Beton oder Glas nötig. Ein RFID-Label kann selbst durch das Material hindurch ausgelesen werden und bietet somit wesentlich mehr Aufbringungsmöglichkeiten am Gerät als ein herkömmlicher Barcode.

6. Optimale Erfassung in der Anwendung

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Typenschilder, die auf das UHF-RFID-Frequenzband ausgelegt sind, aus einer gewissen Entfernung ausgelesen werden können. Das ermöglicht auch ein Auslesen an unzugänglichen Stellen. Da die RFID-Labels alle passiv (ohne eigene Batterie) sind, gilt dies für die gesamte Lebensdauer des Typenschilds.

7. Zusatzoption Pulkerfassung

Bei der Pulkerfassung können mehrere Objekte im UHF-Frequenzband in Sekundenbruchteilen erkannt und gebucht werden. Dies ist vor allem in der Logistik eine Verbesserung der Abläufe über die gesamte Supply Chain hinweg. Jedoch muss man diese Option am jeweiligen Prozess analysieren, da die Pulklesung durch technische Einflüsse in der Lesereichweite eingeschränkt werden kann.

8. Intelligente Geräte-Material-Kommunikation

Im Bereich „Servicekontrolle“ ist es möglich, Laufzeiten oder Durchläufe mittels RFID zu kontrollieren. Durch einen kleinen RFID-Reader im Gerät können bei Verbrauchsmaterialien Verfallzeiten oder Lesetakte kommuniziert werden. Der Reader kann das Gerät abschalten, wenn keine sichere Verarbeitung mehr gewährleistet ist.

Frank Linti
Frank Linti
Business Development Manager RFID
Oberschleissheim, Deutschland
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