Unternehmen und das IoT

Die Digitalisierung komplett im Blick

Zebra veröffentlicht die Ergebnisse weltweiter Unternehmensbefragung – Wo steht die digitale Transformation 2019?

Der Hersteller und Vertreiber von Identifikationstechnologie Zebra Technologies veröffentlicht zum zweiten Mal in Folge die Ergebnisse seiner jährlichen Unternehmensbefragung „Zebra Intelligent Enterprise Index“. Die Studie hat es sich zum Ziel gesetzt, im Jahrestakt den Digitalisierungsgrad von Unternehmen weltweit zu erfassen.

Zu diesem Zweck wurden 918 IT-Entscheidungsträger aus Unternehmen in den Bereichen Gesundheitswesen, Produktion, Einzelhandel, Transport und Logistik befragt. Die Standorte der Firmen erstrecken sich auf Deutschland, die USA, Großbritannien, Frankreich, Mexiko, Brasilien, China, Indien und Japan.

Daniel Dombach, Director EMEA, Industry Solutions, bei Zebra Technologies, widmet sich bei der Besprechung der Studie folgenden Themen: Wie weit ist die Digitalisierung einzelner Unternehmen angewachsen? Wie blicken die Firmen in ihre digitale Zukunft? Erwarten sie Widerstände bei der Durchführung ihrer IoT-Pläne?

Sven Biermann
Sven Biermann
Regional Sales Director Printing & Scanning D/A/CH
Düsseldorf, Deutschland
Daniel Dombach
Daniel Dombach
Director EMEA Industry Solutions
Düsseldorf, Deutschland
Thorsten Lutz
Thorsten Lutz
Solutions Engineering Manager, DACH
Idstein, Deutschland

Was macht ein smartes Unternehmen 2019 aus?

Möchte man der Frage nach dem Stand der Digitalisierung im Jahr 2019 nachgehen, muss man sich damit auseinandersetzen, was ein intelligentes Unternehmen heute ausmacht und wie der Weg dorthin aussehen soll. Daniel Dombach, Director EMEA, Industry Solutions, bei Zebra Technologies, beschreibt digitale Unternehmen wie folgt:

„Es handelt sich um Unternehmen, die die physische und digitale Welt miteinander verbinden. Daher können sie Innovationen durch Echtzeitinformationen, datengestützte Erkenntnisse und kollaborative sowie mobile Arbeitsabläufe vorantreiben.“

In der von Zebra Technologies durchgeführten Studie soll unter anderem ermittelt werden, zu welchem Grad die Unternehmen bereits diesen Ansprüchen genügen – und wo noch Optimierungspotenzial besteht.

„Kein Unternehmen kann von sich behaupten, alle Bereiche vollständig auf smarte Technologien eingestellt zu haben“, beschreibt Dombach den Zustand. „Erst einmal geht es aber darum, Daten oder Zustände aus Prozessen zu erfassen, zu analysieren und die für den Geschäftsprozess kritischen Informationen daraus zu gewinnen, die es mir erlauben, den Prozess zu verbessern.“

Als Vorreiter den Takt angeben

Von den Ergebnissen der Studie erhofft sich Zebra vor allem im internationalen Kontext eine Bestandsaufnahme, sowie über die jährlichen Messungen hinweg Transparenz beim Stand der Digitalisierung. „Wenn wir uns die Länder individuell anschauen, wollen wir erkennen, wo zu welchem Zeitpunkt welche Trends auftreten.“

Mit der Erfassung dieser Daten ist Zebra laut Dombachs Aussage schon seit mehreren Jahren beschäftigt. „Jetzt aber haben wir es geschafft, daraus ein gezieltes Instrument aus einem Guss zu gestalten. Die Überprüfung des Marktes ermöglicht es uns, eine nachhaltige Geschäftsstrategie zu verfolgen. So haben wir unseren Fokus weg von den Kennzahlen einzelner Geräte, hin zu gesamtheitlichen Lösungen verschoben.“

Mit der Veröffentlichung der Studienergebnisse sendet Zebra auch ein Signal auf den Markt. „Wir wollen beweisen, dass wir eine Vorreiterposition einnehmen und den Takt angeben. Auch wenn wir in unserer Studie die Erkenntnisse teilen, haben wir trotzdem einen großen Wissensvorsprung.“

Stärkerer Fokus auf Digitalisierung in allen abgefragten Gebieten

In vielen Bereichen treten gegenüber dem Vorjahr Veränderungen auf, hin zu einer stärkeren Fokussierung auf die Digitalisierung der Unternehmen. So bewertet das Expertenteam den Anteil der Unternehmen, die das höchste Digitalisierungslevel erreicht haben, 2018 auf 11 Prozent, während er 2017 noch bei 5 Prozent lag.

Die Anzahl der Unternehmen, deren Level noch niedrig ausgeprägt war, sank von 47 Prozent 2017 auf 40 Prozent im vergangenen Jahr Jahr. Die jährlichen Ausgaben für IoT-Technologien stiegen um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr; 49 Prozent der Befragten erwarten darüber hinaus eine Steigerung ihres Investments um 11-20 Prozent.

Auch der Widerstand, den die Firmen bei der Umsetzung ihres IoT-Planes von ihren eigenen Mitarbeitern erwarten, ist gesunken. Während 2017 nur 25 Prozent keinen Widerstand erwarteten, sind es 2018 schon 36 Prozent – was im Umkehrschluss allerdings auch bedeutet, dass 64 Prozent sich auf Widerstände bei der Umsetzung einstellen.

Im internationalen Kontext liegt die Zahl allerdings darüber – die Gründe dafür sieht Dombach darin, dass die Aufklärung bezüglich Digitalisierungsthemen Widerstände bei der Einführung abbaut. Auch die Anzahl der Entscheider, die ihre IoT-Daten mit den Mitarbeitern teilen, hat sich deutlich erhöht: Von 70 Prozent im letzten Jahr auf 82 Prozent, die ihre Daten mindestens täglich teilen, zwei Drittel sogar in nahezu Echtzeit.

Erfreuliche Entwicklung bei der Bereitschaft zu IoT-Einbindungen

Dombach erläutert die für ihn überraschendsten Ergebnisse: „Insgesamt sind wir darüber erfreut, dass Unternehmen aller Bereiche eine größere Offenheit und Bereitschaft zeigen, IoTLösungen in ihre Prozess zu implementieren. Auch sind immer mehr Unternehmen bereit, dafür auf strategische Partnerschaften zu setzen – hier lag der größte Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.“

Auch beim bereits erlangten Fortschritt hat sich der Stand verbessert. „Insgesamt schätzen 65 Prozent der Befragten schon mehr als die Hälfte ihres IoT-Planes umgesetzt zu haben. Dem gegenüber steht aber auch ein Fünftel der Befragten, das sich noch am Anfang der Umsetzung sieht. Bei diesen Unternehmen besteht ein gewisses Risiko, im Wettbewerb mit innovativeren und schnelleren Mitbewerbern zurückzufallen.

Deutschland im internationalen Vergleich mit intensiverem Planungsbedarf

Im internationalen Kontext zeigt die Studie in Deutschland einige Besonderheiten auf.

„In Deutschland unterscheidet sich die Beziehung zwischen Kunde und Handel sehr von dem Standing in anderen Ländern. Vor allem aber ist Deutschland natürlich ein Produktions- und Logistikanbieter“, beschreibt Dombach die Ergebnisse.

„Die Deutschen wollen alle Prozesse von Vornherein intensiv durchdenken, während in anderen Nationen Projekte angegangen werden, bis man auf Probleme stößt.“

Einen Nachteil sieht Dombach darin nicht. „Die Planung dauert also zwar länger, dafür sind wir dann in der Implementierung und Umsetzung besser. Unserer Erfahrung nach liegt Deutschland bei der Implementation und Innovationsfreude mit ganz vorn.“

Datensicherheit nimmt einen zunehmend höheren Stellenwert ein

Auch im Bereich Datensicherheit und -schutz sieht Dombach Deutschland als einen der Vorreiter an. „In anderen Ländern sind die Sicherheitsregularien teils niedriger, was die Implementation deutlich einfacher macht. Dafür sind wir in Deutschland dann auf der sicheren Seite.“

Auch die gesetzlichen Vorgaben, wie die europäische Datenschutzgrundversorgung, tragen daran ihren Anteil. Doch auch im Hinblick auf die anderen untersuchten Länder stellt die Zebra Studie intensivierte Bemühung um hohe Sicherheitsstandards fest. 95 Prozent der untersuchten Unternehmen haben Standards festgelegt, um Sicherheit und Privatheit zu garantieren.

Dabei geht der Trend zur konstanten Sicherheitsüberprüfung: Während im vergangen Jahr 49 Prozent der Firmen konstant ihre Sicherheit überwachten, sind es 2018 schon 58 Prozent.

Die Anzahl der Firmen, die lediglich in Intervallen ihre Sicherheit überwachten, sank in derselben Zeit von 47 Prozent auf 37 Prozent. Auch die Anzahl der Unternehmen, die einen proaktiven Ansatz der IT-Security haben, stieg von 63 Prozent auf 69 Prozent. Das Thema Datensicherheit zeigt also auch eine steigende Relevanz innerhalb der Firmenprioritäten.


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