RFID & Wireless IoT in Automotive

RFID im Blick 2/19

Im Mittelpunkt dieser Ausgabe stehen Technologieartikel und Applikationsbeschreibungen zum Thema „Automotive“.

KI oder Digitalisierung sind ohne Wireless Hardware nicht möglich

Use Cases von Mazda Motor Logistics Europe, Seat, Britax Römer, Lürssen sowie Inhalte zu 5G, VDA-Empfehlungen, 3D-Drahtlegetechnologie und Spezialtransponder für Automotive beleuchten Technologietrends in 2019.

Liebe Leserinnen und Leser,

Im Mittelpunkt dieser Ausgabe von RFID im Blick stehen Technologieartikel und Applikationsbeschreibungen zum Thema „Automotive“. Normalerweise fällt es bei redaktionellen Besprechungen leicht, das Thema RFID und Wireless IoT ins Zentrum der Betrachtung und Bewertung zu rücken und als Aufmacher zu platzieren. Das war in der Vorarbeit zu dieser Ausgabe anders.

Das Thema 'automobile E-Fahrzeug-Industrie' motivierte ständig zur Fehleranalyse mit der Fokusfrage: „Warum sind die Möglichkeiten der Elektromobilität nicht bereits viel stärker umgesetzt?“

Anja Van Bocxlaer
Anja Van Bocxlaer
Inhaberin und Geschäftsführerin
Lüneburg, bei Hamburg, Deutschland

Bis Ende 2018 waren in Deutschland knapp 200.000 Elektrofahrzeuge zugelassen. Das sind 0,42 Prozent der gesamten Pkw-Anzahl (47,1 Mio). Ursprünglich sollten bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland über die Straßen rollen – das war der Plan der Bundesregierung. Nun wird das Ziel auf 2022 verschoben.

Die Anzahl mit Wasserstoff betriebener Fahrzeuge liegt in Deutschland bei unter 1.000. Ganz anders die Situation in Norwegen: 31,2 Prozent aller im vergangenen Jahr verkauften neuen Pkw waren emissionsfreie Autos. Norwegen ist mit einem Elektroauto-Anteil von 53 Prozent aller Neuzulassungen unangefochtener Spitzenreiter. Das hat vor allem politische Gründe, da die Elektromobilität in Norwegen stark subventioniert wird.

In direkter Kausalität dazu stehen das autonome Fahren und KI-Szenarien. Noch rangieren diese Ansätze als Forschungsthemen oder Testläufe. Im Zuge der Vernetzung und Digitalisierung des Automobils ist die Zukunft des autonomen Fahrens aber längst in greifbare Nähe gerückt.

Insgesamt nehmen wir diese Veränderungen als disruptive Prozesse war. Die Integration von RFID oder anderen Funktechnologien ist dabei in der Betrachtung fast zweitrangig. Dieser Umstand wird sich allerdings sehr schnell ändern, wenn neue Fahrzeuggenerationen von den Bändern rollen und verbaute Sensorik sowie Telematik das Auto zum fahrenden und vorausschauenden Computer macht. KI oder Digitalisierung sind ohne Wireless Hardware nicht möglich. Das gilt für die Produktion, die Zulieferindustrie, die Logistik und zukünftig auch für das Fahren selbst.

Es ist zu hoffen, dass die kommenden Entwicklungsschritte die Kombination aus Wireless-Technologie, Sensorik und KI als höchste Zielsetzung betrachtet, um das Auto der Zukunft auf die Straße zu bringen.

An einer Zukunft mit E-Fahrzeugen – ob mit Batterie- oder Wasserstoffbetrieb – wird kein Weg mehr vorbeiführen. Das ist Konsens in Industrie und Politik. Betroffen von diesem Paradigmenwechsel vom Verbrenner hin zum Stromer werden Unternehmen der Automotive-Supply-Chain und deren Mitarbeiter sein. Da der Bau eines E-Fahrzeugs im Verhältnis zu aktuellen Fahrzeugen um rund 30 Prozent weniger Aufwand erzeugt, müssen parallel zu den technologischen Fortschritten auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft beachtet werden.

Ihre Anja Van Bocxlaer
Chefredaktion RFID im Blick

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