Losgröße-1-Fensterfertigung bei Velux mit RFID
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Production Control

Losgröße-1-Fensterfertigung bei Velux mit RFID

Fensterbauer Velux stellte die Produktion am Standort Sonneborn von der bisherigen Massenproduktion auf eine kundenspezifische Einzelteilfertigung um.

Im Velux Werk JTJ Sonneborn Industrie wurden in rund sechs Monaten an zwei der insgesamt drei Produktionslinien eine RFID-Lösung vollständig integriert, um die notwendige Prozesstransparenz zu realisieren.

Mit 27 Produktionsgesellschaften in 10 Ländern und Vertriebsgesellschaften in 40 Ländern ist Velux global tätig. Weltweit werden 11.500 Mitarbeiter beschäftigt, davon fast 1.000 in den Bereichen Produktion und Vertrieb in Deutschland.

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Prozessanforderungen

Das tägliche Produktionsvolumen im Velux Werk JTJ Sonneborn Industrie umfasst eine Mischung aus überwiegend „make-to-order“, also kundenspezifischen Dachfenstern, und Standardprodukten. Die Vielfalt der Produktpalette und die hohe Anzahl an Montageaufträgen erfordert eine proaktive Unterstützung, durch eine papierlose Produktion im Rahmen der Prozessdigitalisierung.

Die Bestellmenge zur Losgröße 1 ist mit manueller Bedienung nicht mehr zu leisten, ein digitaler und transparenter Vorgang muss geschaffen werden. Der Anstieg der Produktvielfalt und die ebenso zunehmende Anzahl an Montageaufträgen erzeugt in der Konsequenz eine immer umfangreichere Datenübertragung aus den Systemen an die SPS der Produktionslinien.

Zielsetzung

  • Papierlose Fertigung
  • Effizienzsteigerung
  • Reduzierung von Fehlerquellen im Produktionsprozess
  • Übertragungsfehler aus manuellen Produktionsprozessen vermeiden

Lösung

Zunächst wird der passende Auftrag an der Begin of Line mit dem RFID-Tag am Rahmen verknüpft. Sämtliche Steuerungen der Anlagenabschnitte werden an die Middleware mittels OPC-UA angebunden. Die Middleware übernimmt das Management der Aufträge und überträgt diese nach Anforderung an die entsprechenden Stationen. Durch das Erfassen der Transponder an kontinuierlich definierten Lesepunkten der Produktionslinie, wird die ordnungsgemäße Maschinenansteuerung regelmäßig abgefragt und gegebenenfalls korrigiert.

Die Prüfung der Sequenz findet in zwei Schritten statt. Als erstes werden die mit dem Tag verknüpften Auftragsinformationen mit den aktuellen Maschinendaten kontrolliert. Werden dabei Abweichungen feststellt, wird der Bediener am Terminal umgehend informiert und die Auswahl des gewünschten Auftrags kann ausgeführt werden. Im zweiten Schritt wird die Sequenz mit dem gegenüberliegenden Anlagenabschnitt abgeglichen.

Der Prozess überprüft nach dem Lesen der Transponder vor dem Transport in die Verheiratungs-Station, wo Rahmen und Fenster zusammengeführt werden, ob das passende Gegenstück auf der gegenüberliegenden Anlage in der richtigen Reihenfolge vorhanden ist. Wird eine Abweichung festgestellt, wird der Bediener am entsprechenden Terminal informiert und muss das Objekt austauschen.

Die Erstellung der Versandpapiere wird an festgelegten Stationen gestartet, die Maschine gibt ein Signal bei Ankunft des Objekts an der Station. Die Middleware liest den RFID-Tag aus und sendet die entsprechenden Informationen über einen WCF-Webservice direkt an das SAP-System. Auch hier wird die richtige Reihenfolge der Aufträge kontrolliert und eventuelle Abweichungen an den Bediener weitergeleitet. Die Middleware unterstützt die elektronische Dokumentation, denn alle erfassten Qualitätsbuchungen werden gespeichert. Die Daten können dann mit einem RFID-Handheld abgefragt werden. Bei fehlerhaften Buchungen wird das Fenster zur Nacharbeit ausgeschleust.

Technologiepartner

Hardware & Software

Vorteile

  • Der gesamte Montageprozess bis hin zum Warenausgang ist identifizierbar und nachverfolgbar
  • Eine papierlose Fertigung im Zuge der Prozessdigitalisierung wurde realisiert

Ausblick

Im nächsten Schritt findet die Ausdehnung am Velux Werk JTJ Sonneborn Industrie auf vor- und nachgelagerte Prozesse statt.

Zukünftig sollen Fehlerzonen und -merkmale erfasst und die Beladung von Transporteinheiten unterstützt werden. Die zusätzlichen Ausweitungen der Technologie sind auch auf andere Standorte geplant.

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